
TRAUMASENSIBLE
MULTIFAMILIENTHERAPIE
Beziehungsarbeit im geschützten Raum zur Stärkung familiärer Ressourcen
Wir lieben die unendlichen Möglichkeiten der Multifamilientherapie (MFT) und sind zutiefst von ihrer Wirkung überzeugt. Unsere langjährige gemeinsame Erfahrung in der Arbeit mit Familiengruppen lehrt uns, wie hilfreich dieses Therapieangebot ist und welche nachhaltigen Veränderungen es in Familien ermöglicht.
Wir möchten "Familien in Not" mit unserem Therapie- und Beratungsangebot unterstützen, ihnen Orientierung und neue Perspektiven in Krisen oder anderen schweren Zeiten bieten.
WER SIND WIR?
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Dr. Kerstin Heineken
Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
Warum mir die Arbeit mit Familien und mein Bauchgefühl so wichtig sind. Die Arbeit mit Familien ist ein unendlicher Schatz. Dieser Reichtum durchzieht mein ganzes Leben und nimmt immer wieder anders leuchtende Formen an. Mit meiner Herkunftsfamilie habe ich meine gesamte Kindheit im lateinamerikanischen Ausland verbracht und später, nach dem Abitur, habe ich dort in einem Projekt mit Straßenkindern und deren Familien viele sehr besondere Erfahrungen gesammelt. Nach meiner Approbation als Ärztin ist dann meine eigene Familie mit 4 Kindern als großes Erfahrungsfeld hinzugekommen, inzwischen bin ich Großmutter von bald 3 Enkelkindern. Dieses tragende Familienzusammengehörigkeitsgefühl ist eins der wichtigsten Bausteine in meinem Leben, ich würde sagen, in meiner Wahrnehmung ist dieser auch ein überaus bedeutender Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Ein sinnerfüllender Weg und tiefer Wunsch in mir ist die Unterstützung und Begleitung von Familien, v.a. von Familien in großer Not oder tiefen Krisen, die es eben nicht so einfach haben in unserer Welt. Genau dieses herausfordernde aber absolut lohnenswerte Feld der Bewältigung von schwierigen Situationen mit Familien ist meine Leidenschaft. Das gemeinsame Suchen und Finden neuer Lösungswege und Erreichen positiver Veränderung der Lebensperspektiven von Familien ist mein Ziel. Für dieses Ziel war ich in der Vergangenheit wirksam und möchte genau dafür auch in der Zukunft wirksam bleiben. Im Verlauf meines psychotherapeutischen Werdegangs ist mir im Rahmen der systemischen Weiterbildung die Multifamilientherapie begegnet und hat mich von Anfang mit ihren umfassenden Vorzügen und Möglichkeiten unendlich fasziniert und mein bisheriges therapeutisches Wertesystem auf den Kopf gestellt. Immer wieder habe ich meine Arbeitskontexte an der Arbeit mit Familien und den Möglichkeiten zur Multifamilientherapie orientiert und viele verschiedene Projekte kennengelernt oder selbst konzipiert. Über die Jahre wurde meine Begeisterung immer größer und meine guten Erfahrungen immer mehr. So viele dankbare Familien haben meinen Weg begleitet und haben in mir eine Fülle von immer neuen Ideen und wachsender Motivation generiert. Meine zweite große Leidenschaft ist die Beschäftigung mit traumatischen Lebensereignissen und deren Bewältigung und Integration, sowie den Einbezug von Nervensystemzuständen und Körperreaktionen in mein therapeutisches Denken und Handeln. Eine Weiterbildung in schulenübergreifender Traumabehandlung mit psychoimaginativer Traumatherapie (PITT®) und nicht zuletzt meine Ausbildung in Somatic Experiencing ® haben mein Wertesystem, meine Haltung und meine Annahmen ein zweites Mal in meinem beruflichen Leben auf den Kopf gestellt. Ich habe verstanden, dass Verhalten eine Sprache ist, die wir bei jedem uns anvertrauten Menschen neu lernen müssen. Häufig sind wir im Verlauf als Übersetzer zwischen Kindern und Eltern notwendig, bis diese eine eigene Familiensprache entwickeln. Ich denke nicht in diagnostischen Schulbladen. Ich beobachte, erlebe, gehe in Resonanz und lasse mein Bauchgefühl sprechen. Meist entstehen ganz neue Verbindungen und neue Erfahrungen, sowohl in den kleinen und großen Menschen, denen ich im therapeutischen Kontext begegne, als auch in mir selbst. In jeder dieser Begegnungen liegt eine gegenseitige Bereicherung. Ja, genau so möchte ich „arbeiten“ und sein: wertvoll beschenkt und von diesen glitzernden Erfahrungen bereichert. Ihre Kerstin Heineken

Frieda Laakso
Sonderpädagogin und Multifamilientherapie-Therapeutin
Warum mir Sicherheit so wichtig ist. Sicherheit und Schutz sind für mich keine Selbstverständlichkeit. Ich habe selbst erlebt, wie es ist, wenn beides fehlt – und weiß deshalb, wie elementar und lebenswichtig ein Gefühl von Sicherheit sein kann. Vielleicht ist genau das der rote Faden, der sich durch meinen ganzen Lebensweg zieht: Kindern und Familien ein Gefühl von Sicherheit zu geben, an dem sie sich geschützt, gesehen und angenommen fühlen können. Vor rund 20 Jahren habe ich während meines Sonderpädagogikstudiums angefangen, Psychomotorikgruppen für Kinder mit Traumaerfahrungen anzubieten. Schon da habe ich mir die Frage gestellt: Was brauchen Kinder, wenn ihre Welt aus den Fugen geraten ist? Es folgten Weiterbildungen in Traumapädagogik und Kinderschutz. Eine sehr prägende und für mich bis heute sehr wertvolle Erfahrung war meine Arbeit mit schwer erkrankten Kindern und ihren Familien auf einer onkologischen Station. Die Begegnungen dort haben mir noch einmal ganz unmittelbar gezeigt, wie sehr Halt, Beziehung und Sicherheit in schwierigen Lebenssituationen existenziell sind. Vor 15 Jahren habe ich angefangen auf einer Kinderakutstation der Kinder- und Jugendpsychiatrie zu arbeiten – in der Hoffnung, dort genau das tun zu können, was mir schon so lange wichtig war: mit Kindern und ihren Familien gemeinsam neue Wege zu finden. Aber ich hatte immer wieder das Gefühl, dass etwas fehlt. Meine innere Haltung, dass sich Kinder geschützt, gesehen und angenommen fühlen müssen, um ein stabiles Gefühl von Sicherheit zu entwickeln, war mir auch bei meinen eigenen Kindern ein wichtiger roter Faden und ist es bis heute. Einige Jahre später absolvierte ich die Ausbildung in Multifamilientherapie. In verschiedenen Kliniken durfte ich ganz unterschiedliche Multifamilientherapiegruppen anbieten. Und plötzlich war da so vieles von dem, wonach ich gesucht hatte: Familien nicht nur einzeln zu begleiten, sondern sie miteinander in Kontakt zu bringen, gegenseitige Unterstützung möglich zu machen und zu erleben, wie viel Kraft entstehen kann, wenn Menschen spüren: Ich bin nicht allein! Auch die Vermittlung meines Wissens und meiner Erfahrung in dieser Arbeit mit Familien ist über die Jahre zu einem wichtigen Teil meiner Arbeit geworden. Als Dozentin für Multifamilientherapie und traumasensibles Arbeiten habe ich verschiedene Fortbildungen für Fachkräfte durchgeführt und mein Erfahrungswissen aus der praktischen Arbeit weitergegeben. Mit den Weiterbildungen in Traumasensibel Begleiten TSB®, Traumatherapie und im Bereich sexualisierte Gewalt hat sich mein beruflicher Weg noch einmal weiterentwickelt. Seitdem hat sich mein Tätigkeitsfeld auch auf die Begleitung von Familien, häufig Pflegefamilien, mit Kindern, die schwere und auch sexualisierte Gewalt erfahren haben, ausgeweitet. Diese Arbeit mit Kindern und ihren Familien ist für mich bis heute etwas ganz Besonderes. Sie ist anspruchsvoll, manchmal herausfordernd und gleichzeitig unglaublich erfüllend. Ich erlebe es als etwas sehr Kostbares, Menschen ein Stück auf ihrem Weg begleiten zu dürfen – gerade dann, wenn Vertrauen, Sicherheit und Beziehung vielleicht lange gefehlt haben. Heute verbinde ich all diese Erfahrungen in meiner Arbeit: die Perspektive der Kinder, die der Familien und die der Fachkräfte. Neben der direkten Begleitung von Familien biete ich deshalb auch Supervision für Fachkräfte an. Was mir in all diesem Jahren so wichtig war, ist dabei eigentlich so einfach: Menschen brauchen vor allem Sicherheit, Beziehung und das Gefühl, nicht allein zu sein .... und dann ist so viel möglich! Ihre Frieda Laakso

Katja Schlicht
Ergotherapeutin
Warum mir Ressourcen und die Sprache des Körpers so wichtig sind. Mein Lebensweg und mein Weg zur Ergotherapeutin verlief nicht geradlinig, es gab einige Umbrüche. Ich war bereits zweifache Mutter, als ich den damals für mich mutigen und lange überlegten Schritt wagte und in die Ergotherapieausbildung startete. Ich wusste ziemlich schnell und auch heute sehe ich das noch so, dass es genau die richtige Entscheidung für mich war. Ergotherapie ist für mich kein bloßer Beruf, sondern eine innere Haltung. Mich fasziniert seit jeher die Frage, wie menschliche Entwicklung geschieht und wie Menschen ihren Alltag (wieder) selbstbestimmt und mit eigener Kraft gestalten können. Mein Zugang ist dabei immer: Was kannst du? Was magst du? Was sind deine Interessen? – und eben nicht: Was kannst du nicht? Ich nutze das, was da ist und was möglich ist, um eine tragende Basis für das noch Unmögliche zu schaffen. Natürlich immer mit meinem berufsspezifischen Blick auf die sensorischen Besonderheiten eines jeden Nervensystems. Die Erkundung von Ressourcen ist mein absolutes Lieblingsthema. Gemeinsam zu erforschen, was gibt Kraft und Halt – im Innen wie im Außen. Anfangs fällt es den Kindern, Jugendlichen und Eltern oft schwer, überhaupt etwas zu benennen. Ich kann das zutiefst nachvollziehen. Obwohl ich meinte, meine eigenen Kraftquellen inzwischen sehr gut zu kennen, hatte ich selbst in einer belastenden Phase meines Lebens die Verbindung zu ihnen verloren. Ressourcen waren für mich plötzlich nur noch leere Worte oder Hüllen. Ich konnte sie schlichtweg nicht mehr spüren. In dieser Zeit darin begleitet zu werden, sie wiederzuentdecken und festzustellen, dass sie alle noch da sind, war eine zutiefst heilsame Erfahrung. Zu spüren, wie sich eine Ressource im Körper anfühlt, welche inneren Bilder und Empfindungen sie auslöst und wie sie von innen heraus stärkt – das hat meine eigene therapeutische Haltung nachhaltig geprägt. Heute frage ich neugierig nach und erkunde Ressourcen mit den Kindern und Jugendlichen. Ich lade sie ein, all ihre Sinne hinzuzunehmen. Dabei beobachte ich ganz genau die minimalen Veränderungen in ihrem Körper und in ihrem Nervensystem: eine leichte Aufrichtung, ein tieferes Sinken in den Stuhl oder ein unwillkürlicher, tiefer Atemzug. Wenn sie selbst noch keine Worte dafür finden, spiegele ich ihnen achtsam, was ich beobachte. Genau das ist es, was sich durch meine Ausbildung in Traumasensibler Begleitung (TSB) und meine eigene Verkörperung verändert hat: Ich beziehe den Körper und das Nervensystem immer mit ein. Mein therapeutischer Ansatz setzt sich aus verschiedenen, tief miteinander verwobenen Fachausbildungen zusammen, die sich perfekt ergänzen. Das ist z.B. die Sensorische Integrationstherapie (SI), die mir hilft durch das sichtbare Verhalten eines Kindes seine sensorischen Bedürfnisse zu verstehen. Oft ist es eine Unter- oder Überreaktivität einzelner sensorischer Kanäle, die massiven Stress beim Kind verursacht, Interaktionen blockiert und sich negativ auf die emotionale und physiologische Regulationsfähigkeit – und damit direkt auf das Sicherheitsgefühl – auswirkt. Als SI-Therapeutin sehe ich schwierige, störende oder rätselhafte Verhaltensweisen nicht als böse Absicht, sondern als den Versuch des Kindes, mit seinen individuellen sensorischen Voraussetzungen klarzukommen – als ein Beziehungs- und Kommunikationsangebot. Diese Prozesse traumasensibel zu begleiten, ist mir ein tiefes Anliegen. Oder z.B. meine Weiterbildung in Traumasensibel Begleiten TSB® bei der ich gelernt habe die Reaktionen zu erkennen, die aus einer Traumaerfahrung stammen und die sensorischen Systeme massiv beeinflussen. Ebenso prägend für meine Arbeit ist meine Ausbildung im Ausdrucksmalen für Kinder. Gemeinsam mit dem Kind erkunde und betrachte ich neugierig, was zuvor auf das Blatt gebracht wurde, ohne das Bild zu kommentieren und beurteilen, sondern lediglich den Prozess und die Person anzuerkennen. Um mein Spektrum der körperlichen Regulation abzurunden, habe ich eine intensive Ausbildung in der EFT-basierten Klopfakkupressur (Emotional Freedom Techniques) absolviert. Meine Erfahrung ist, dass belastende Emotionen oder Blockaden auf einer akuten Über- oder Untererregung im autonomen Nervensystem basieren und mithilfe dieser Technik wunderbar positiv beeinflusst werden. Diese fundierte Verbindung aus Ergotherapie, Körpererfahrung und Nervenystemarbeit war meine Basis während meiner jahrelangen Arbeit in der Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP). Dort begegnete mir die Multifamilientherapie (MFT) – und es war Liebe auf den ersten Blick, die perfekte Ergänzung für meine ergotherapeutischen Arbeit. Im MFT-Setting bringen wir Familien zusammen, anstatt sie isoliert zu betrachten. Zu sehen, wie Kinder, Jugendliche und ihre Eltern sich durch das Beobachten anderer gegenseitig ermutigen, wie das Miteinander sie aus der Passivität herausholt und wie viel Kraft entsteht, wenn sie spüren, dass sie nicht allein sind, bewegt mich bis heute zutiefst. Ihre Katja Schlicht
UNSERE VERBINDUNG & GEMEINSAME VISION
Irgendwie haben wir uns gesucht und gefunden. Von Anfang an gab es zwischen uns ein gemeinsames tiefes Selbstverständnis: unsere wertungsfreie und neugierige Haltung gegenüber anderen Menschen und die tiefe Wertschätzung deren Autonomie. Wir sehen alle uns anvertrauten Menschen als Experten für ihr eigenes Leben und alle Eltern als Experten für ihre Kinder.
Unsere Art zu Denken und zu Handeln hat uns zusammengeschweißt. Über die Jahre haben wir gemerkt, dass unser Wertesystem und Bauchgefühl ähnlich sind und unser Konzept, unsere Arbeit und unsere Haltung nachhaltige Veränderungen in den Familien bewirken. Wir kennen uns seit mehreren Jahren durch die sinnerfüllende gemeinsame Arbeit mit Familien in der Krise. Im stationären Eltern-Kind-Setting haben wir drei gemeinsam die Erfahrung gemacht, dass unsere Arbeit für die Familien bedeutungsvoll und lebensverändernd ist.
Jegliche Verhaltensweisen sind für uns Botschaften, Verhalten ist eine Sprache. Wir möchten all diese Sprachen lernen und die Menschen und deren Verhalten verstehen.
Zu unseren gemeinsamen Überzeugungen gehört:
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dass Arbeit mit Familien nicht ohne Sicherheit funktioniert.
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dass nur mit einem stabilen Sicherheitsgefühl Veränderungen möglich sind.
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dass die Familien die Lösungen für Schwierigkeiten schon in sich tragen.
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dass die Kinder in ihren Ideen, Kompetenzen und Lösungsvorschlägen unbedingt ernst zu nehmen sind.
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dass Kinder nicht die Verursacher ihrer Verhaltensprobleme sind.
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dass wir für Veränderung die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern brauchen.
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dass unbedingt eigene Veränderungsschritte von den Eltern gegangen werden müssen.
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dass deshalb unterstützende Elternarbeit für uns Priorität hat.
Unser tiefes Vertrauen ineinander und die Sicherheit, die wir uns untereinander geben sind das Fundament unseres „Wirbelraums“.

WAS IST
MULTIFAMILIENTHERAPIE?
MFT ist ein systemischer Therapie- und Beratungsansatz, bei dem mehrere Familien gemeinsam behandelt werden und dabei voneinander profitieren. Multifamilientherapie birgt die Chance, die Eltern-Kind-Interaktion zu verbessern und Eltern aus ihrer Hilflosigkeit heraus zu begleiten. Wir ermutigen die Familien neue Wege zu gehen und ihre Handlungsfähigkeit zurückzugewinnen. Die Beziehung zwischen Eltern und Kind wird gestärkt. Unser besonderes Augenmerk gilt dabei dem Kind – wir sehen seine Einzigartigkeit hinter jedem herausfordernden Verhalten und schaffen einen Raum, in dem Sicherheit und Verständnis wachsen können.
Entscheidend für nachhaltige Veränderung ist der gemeinsame Prozess in der Gruppe aller Familien. Es gibt durch die verschiedenen Familien eine Vielzahl von differenzierten Außenperspektiven. Die Familien werden offener für die Wahrnehmung und Veränderung derselben Schwierigkeiten bei sich selbst:
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„Wir sitzen alle im gleichen Boot“ stärkt das Gefühl von Zusammenhalt und gegenseitiger Solidarität.
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„Wir sind ja nicht die einzigen“ hilft Stigmatisierung zu überwinden und Isolation aufzubrechen.
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„Ich sehe Dinge bei anderen, die ich bei mir selbst nicht sehen kann“ eröffnet neue Perspektiven und erweitert den reflektierten Blick auf die eigene Situation.
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„Wie die anderen das machen, finde ich gut“ ermöglicht Lernen voneinander und den Transfer in den eigenen Alltag.
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„Ich kann doch mehr als ich dachte, ich bin doch gar nicht so hilflos“ unterstützt dabei eigene Kompetenzen zu entdecken und zu erweitern.
Durch unsere multidisziplinären Qualifikationen und die langjährige psychiatrische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen vereinen wir klinische Diagnostik mit einer ressourcen-orientierten Sichtweise.
Dies befähigt uns, sowohl die Symptome und Defizite der Kinder präzise zu erfassen als auch ihre Stärken und Potenziale konsequent zu fördern.
Besonders in Momenten elterlicher Hilflosigkeit bieten wir umfassend Orientierung und Sicherheit sodass Ressourcen (wieder) sichtbar werden.
WAS BEDEUTET TRAUMASENSIBEL
Wenn du die Welt verändern möchtest, beginne damit anderen Menschen zu ermöglichen sich sicherer zu fühlen
__ Stephen Porges
Grundlage unseres therapeutischen Handelns ist ein fundiertes Verständnis von Nervensystemzuständen, die uns ein anderes „Verstehen“ von Verhalten ermöglicht. Gemeinsam mit Eltern und Kindern entwickeln wir ein vertieftes Verständnis dafür und eröffnen neue Wege im Umgang damit.
Unsere innere Haltung richtet den Fokus stets auf Sicherheit als zentrale Voraussetzung jeder Herangehensweise. Durch Orientierung und Klarheit schaffen wir für die Familien einen verlässlichen und geschützten Rahmen. Wir begegnen ihnen wertfrei, eröffnen ihnen Handlungsspielräume, lassen Wahlmöglichkeiten, sind präsent und stärken ihre Selbstwirksamkeit – in ihrem Tempo, so kleinschrittig wie es notwendig ist.
WARUM DIESES ANGEBOT
Wir kennen so viele Familien in extremen Not-lagen, die durch das herkömmliche Hilfesystem fallen oder den Zugang dazu verloren haben. Diese „Familien in Not“ leben oft in sozialer Isolation und unter großem psychischem Druck – ein normaler Alltag, Schulbesuch oder die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben sind für Eltern und Kinder kaum noch möglich.
Wir wissen um die strukturellen Grenzen des Systems nur zu gut und möchten mit unserem traumasensiblen MFT-Angebot eine große Lücke für diese Familien schließen.
WAS SIND UNSERE ZIELE?
Die Begleitung der Familien auf dem Weg zurück in ihre eigene Kraft, indem wir die Selbstregulationskräfte der Eltern stärken und somit eine sichere Basis für eine gesunde Co-Regulation ihrer Kinder schaffen. Eltern befähigen, ihren Alltag wieder aktiv zu gestalten und Kindern den schützenden Rahmen zurückgeben, den sie so dringend brauchen. Damit verwandelt sich Ohnmacht in lebendige Gestaltungskraft. Unsere Erfahrung bestätigt:
Sobald das Familiensystem heilt,
nimmt auch die belastende Symptomatik beim Kind ab.
Im Rahmen der Gruppentherapie können viele Themen der Familien aufgegriffen werden und sowohl im hilfreichen Rahmen der Gruppe als auch in der therapeutischen Begleitung des individuellen Prozesses der einzelnen Familie bearbeitet werden. Ergänzend bieten wir je nach Bedarf Einzelberatungen, Familientherapie, ergotherapeutische Einschätzungen sowie Unterstützung bei schulischen und alltagspraktischen Themen an.
Die Familien sollen neue Verhaltens- und Beziehungsmuster sowie Erziehungskompetenzen in dem MFT- Schonraum entdecken und üben und in der Zeit zwischen den Terminen im häuslichen Umfeld ausprobieren.
Unser Angebot bietet den Familien untereinander einen wertvollen Erfahrungsaustausch zu Themen wie Schule, Jugendamt oder weiteren therapeutischen Unterstützungsangeboten.



WIE SIEHT UNSER MFT-ANGEBOT KONKRET AUS?
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1 x wöchentlich
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Dauer jeweils 3 Stunden
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10 aufeinanderfolgende feste Termine
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Jede Gruppe besteht aus ca. 10 Familien
WAS BEDEUTET "FAMILIE" IN UNSEREM SETTING?
Als feste Teilnehmer zählt immer ein sorgeberechtigter Erwachsener mit einem Kind. Weitere systemrelevante Personen (z. B. der andere Elternteil, Geschwister, Großeltern oder wichtige Bezugspersonen des Kindes) sind in Absprache willkommen.

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